Unser Weltbessermacher, die Biene!

Würden die Honigbienen als Bestäuber ausfallen, müssten wir auf ein Drittel unser Lebensmittel verzichten.

Bienen und andere Insekten übernehmen durch die Bestäubung von Pflanzen eine grundlegende Aufgabe für die Ernährung des Menschen. Weltweit hängt ein großer Teil der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion von der Bienenbestäubung ab; in Deutschland sind es 85 % der landwirtschaftlichen Erträge.

Die Biene bringt Obst und Gemüse auf den Tisch…

Insbesondere im Obst-und Gemüsebereich sind wir auf die Biene angewiesen. Nutzpflanzen gedeihen deutlich besser und Erträge sind höher, wenn Bienen aktiv sind. Kakao und Kiwis werden fast zu 100% und Äpfel, Birnen, Kirschen, Gurken oder Heidelbeeren zu 50% von Bienen und Co. bestäubt. Diese Leistung entspricht laut dem Weltbiodiversitätsrat einem globalen jährlichen Marktwert von bis zu 500 Milliarden Euro. Der Rückgang der Bienenpopulationen auf der ganzen Welt ist ein ernstzunehmendes Problem.

Albert Einstein, 1949

…und bildet die grundlage für unser überleben

Wildbienen haben eine wichtige Funktion in der Nahrungskette und für die gesamte Biodiversität: Durch die Bestäubung wachsen aus Blüten Früchte, Beeren, Samen und Nüsse. Diese sind Nahrungsmittel von Pflanzenfressern , die wiederum von fleischfressenden Tieren am anderen Ende der Nahrungskette gefressen werden.

Auf der Goedgedacht Farm in Südafrika tummeln sich im Gemüsegarten viele Bienen. © Rall / MISEREOR

Die Bienen brauchen und erhalten Vielfalt

Biodiversität bedeutet biologische Vielfalt und beinhaltet die Vielfalt der Gene, der Arten und der Lebensräume. Die Bienen sind essentiell für die Erhaltung der Biodiversität. Nicht jede Bienenart kann jede Blüte nutzen und bestäuben. Damit alle Pflanzenarten bestäubt werden, braucht man verschiedene Wildbienenarten. Die Vielfalt der Wildbienen mit den verschiedenen Vorlieben in unterschiedlichen Lebensräumen ist deshalb extrem wichtig.

Albert Einstein, 1949

Der Feind der Biene

Von den über 550 bei uns beheimateten Wildbienenarten ist mittlerweile fast die Hälfte gefährdet. Die wichtigsten Ursachen für das Bienensterben sind Umweltchemikalien, wie Pestizide, die in der intensiven Landwirtschaft genutzt werden, sowie der Verlust von Lebensräumen durch Städteausbau. Das Fehlen von blütenreichen Landschaften und der Einsatz von Monokulturen führen zu Nahrungsengpässen für die Bienen.

Das kannst du tun:

Bienenfreundliche Pflanzen aussäen, im Garten, auf der Terasse, auf dem Balkon, im Kräutergarten. Ringelblume, Lavendel, Kapuzinerkresse, Akelei und Schafgarbe sind dafür Beispiele.

Bevorzugt saisonale, regionale und biologische Lebensmittel kaufen. Bei deren Produktion werden weniger Pestizide eingesetzt, die den Bienen schaden können.

Bienenhotels aufstellen, in denen Wildbienen ein Zuhause finden.

Honig aus fairem Handel und Bio-Honig aus der Region beziehen.

FAIRER HONIG FÜR DIE ENTWICKLUNG ANDERER LÄNDER UND FÜR UNSERE GESUNDHEIT

Fast 1 kg Honig essen die Deutschen pro Person und Jahr.

Nur 20 % unseres Bedarfs kann wegen klimatischer Bedingungen mit deutschem Honig gedeckt werden, der Rest kommt über Importe aus Entwicklungsländern. Nur ein Bruchteil des Preises, den wir im Laden für Honig bezahlen, kommt bei den Imkern bzw. Bauern an.

Indem wir fair gehandelten Honig bevorzugen, können wir sicher sein, dass die Imker gerecht entlohnt werden und der Gewinn in lokale Infrastrukturen und Projekte investiert wird.

Fairer Honig wird von kleinbäuerlichen Produzenten in Asien, Afrika und Lateinamerika als Zusatzerwerb erzeugt und über genossenschaftliche Organisationen vermarktet. Für die Bauern, die vielfach nur wenige Produkte anbauen, ist die Imkerei eine wichtige zusätzliche Einkommensquelle und bietet ihnen ein Stück mehr Sicherheit und Unabhängigkeit.

Die Biene auf der Grünen Woche in Berlin #beefair

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