Talente entdecken, Trauma überwinden, Zukunft gestalten

Bild zur Projektinfo Ruanda
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© MISEREOR

„Chancengleichheit für alle Kinder“ – unter diesem Motto steht das Projekt der Vision Jeunesse Nouvelle. Die Organisation bietet mit Unterstützung der 2-Euro-Aktion Sport, Kultur, Unterricht und Ausbildung. Hier lernen und erfahren Mädchen und Jungen Selbstverwirklichung und Solidarität.

Wer gerne gibt, dem wird auch gegeben. Diese Erfahrung hat Francois gemacht. Der junge Mann hat eine kleine Fahrradwerkstatt, in der er Kindern und Jugendlichen aus dem Spendenprojekt Vision Jeunesse Nouvelle (VJN) zeigt, wie man Reifen repariert und kaputte Fahrräder wieder auf Vordermann bringt. Francois hat das bei VJN gelernt. Er ist einer von vielen Tausend Jugendlichen, die durch das Projekt eine Perspektive bekommen haben.

Im Rubavu-Distrikt im Westen von Ruanda leben rund 15.000 Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren. Das sind 20 Prozent der Gesamtbevölkerung in dieser Gegend. Viele von ihnen sind Waisen oder Halbwaisen, arbeitslos oder leben auf der Straße.

Ein Projekt, das Jugendliche stark macht

Vision Jeunesse Nouvelle gibt diesen Kindern eine Perspektive. Der Hauptsitz liegt in Gisenyi in der Nähe des Kivu-Sees. 125 Sozialarbeiter kümmern sich in 20 offenen Jugendzentren um die Mädchen und Jungen. Über Sportveranstaltungen (Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Schwimmen, Leichtathletik oder Kampfsport) knüpfen sie Kontakt zu den Kindern und bieten ihnen weitere Angebote, zum Beispiel Tanz, Musik oder Kinoworkshops. Über 33.000 Jugendliche sind dabei und entdecken so ihre Talente.

Ungültige ID des Sliders. Die ID muss eine Zahl sein

Fortbildungen und Minikredite

Vision Jeunesse Nouvelle bietet Alphabetisierungskurse, unterstützt viele kleine Händler und vergibt Kleinkredite. „Nach den Kursen sprechen wir mit den Jugendlichen über ihre Probleme, über Alkoholmissbrauch, HIV/Aids, Gewalt, aber auch über die Geschichte unseres Landes“, sagt Emmanuel Dusambimana, Koordinator von VJN.

Projekt für Kinder und Jugendliche in Ruanda

Emmanuel Dusabimana, Koordinator von Vision Jeunesse Nouvelle

Der Genozid ist immer noch präsent

Bei vielen Familien wird der Alltag immer noch durch den Genozid bestimmt. „Fast alle haben damals Familienangehörige verloren. Viele sind traumatisiert“, so Dusambimana. Die grausamen Ereignisse liegen über 20 Jahre zurück. 1994 ermordeten radikale Hutu-Milizen innerhalb von drei Monaten über 800.000 Angehörige der Volksgruppe der Tutsi und gemäßigte Hutus. Als die Rebellenarmee der Tutsi das Land zurückeroberte, waren wieder Zehntausende Tote zu beklagen. Im Zuge des Bürgerkriegs flohen mehr als zwei Millionen Ruander außer Landes, die meisten über die Grenze ins benachbarte Goma.

So Hilft deine spende

Icon der 2 Euro Aktion

Mit 2 Euro können 10 Hefte für den Unterricht gekauft werden.

Haus mit Sonne

Mit 2 x 2 Euro ermöglichst du einem Kind einen Schulranzen.

Junge mit Fußball

Mit 12 x 2 Euro für einen Fußball können die Kinder ihr nächstes Fußballturnier starten.

Über das Projektland

Ruanda

Für viele westliche Regierungen gilt Ruanda heute als Vorzeigestaat in Afrika. Die Investitionen aus dem Ausland steigen. Der Tourismus in der Region der Großen Seen boomt. Dennoch ist das Leben vieler Menschen geprägt von Arbeitslosigkeit, Armut und dem täglichen Kampf ums Überleben – bei steigenden Preisen für Ernährung und Schulbildung. Und noch immer leidet die Bevölkerung unter den Folgen des Massenmords von 1994.