Die Bienen sorgen für uns

Endlich kommt wieder genug zu essen auf den Tisch: Von der Bienenhaltung profitieren in Laos Groß und Klein.

Eingebettet zwischen Thailand und Vietnam liegt die Volksrepublik Laos. Berge, Flüsse, Wälder und Seen bestimmen die wunderschöne Landschaft. Knapp 80 Prozent der Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt als Bäuerin oder Bauer. Doch besonders im Nordwesten des Landes macht die bergige Landschaft das Bestellen der Felder schwer. Zusätzlich sind in den letzten Jahren durch Umweltverschmutzung die Grundwasser gesunken, der Fischbestand als wichtiger Lieferant von Fett und Proteinen droht ganz zu verschwinden. Mangelernährung nimmt bei Kindern und Erwachsenen immer stärker zu.

Im Kampf gegen den Hunger setzt unser Projektpartner AESBO auf kleine Helfer mit großer Wirkung: Dank der wilden Bienen konnten die Menschen in der Region Oudomxay ihre Erträge um bis zu 40 Prozent steigern. Denn die fleißigen Insekten tragen mit ihrer Bestäubungsleistung dazu bei, dass mehr Obst und Gemüse auf den Feldern wächst. Endlich gibt es wieder genug zu essen, und die Kinder werden in der Landwirtschaft nicht mehr als Arbeitskraft benötigt. Sie können zur Schule gehen!

Ich unterstütze dieses Projekt.

Bienenimker
Unser Partner AESBO zeigt den Bäuerinnen und Bauern, wie sie Bienenkästen bauen, Bienen halten und Honig auf sanfte Art und Weise ernten können. © MISEREOR
Die fleißigen Insekten tragen mit ihrer Bestäubungsleistung dazu bei, dass mehr Obst und Gemüse auf den Feldern wächst. © MISEREOR
Endlich kommt wieder genug Nahrung auf den Tisch! © MISEREOR
Ehepaar vor Bienenstöcken
Die Familien lernen außerdem, wie sie ihren Honig vermarkten können. So wird das Einkommen zusätzlich gesteigert. © MISEREOR
Schule in Laos
Die Eltern können ihre Kinder endlich wieder zur Schule, statt auf die Felder schicken! © MISEREOR
Bienenstock im Wald.
Die wilden Bienen lieben und fördern Artenvielfalt. Auf Pestizide reagieren sie sehr empfindlich. © MISEREOR
In den Workshops diskutieren die Landwirte die Auswirkungen verschiedener Pflanzenschutzmittel und sammeln Wissen zu traditioneller Ernährung. © MISEREOR
Die Bäuerinnen und Bauern lernen, bienenfreundlich zu pflanzen. Sie verzichten auf Pestizide - denn was der Biene schadet, kann auch für den Menschen nicht gut sein! © MISEREOR
Vielen Dank, Bienen, für eure Hilfe! © MISEREOR
Die Bienen helfen zum Beispiel bei der Bestäubung von Obstbäumen, Kardamom und Lychees. © MISEREOR

AESBO (Assoziation für Ausweitung und Erhaltung natürlicher Bienenhaltung) zeigt den Bäuerinnen und Bauern, wie sie Bienenkäste bauen, Bienen halten und auf sanfte Art und Weise Honig ernten können. Sind die Imker fertig ausgebildet, können sie als „Master Beekeeper“ auch andere Bauern und Bäuerinnen in der Bienenhaltung schulen und so die positive Wirkung des Projektes weitertragen. Über 400 Familien sind mittlerweile in die Bienenhaltung eingestiegen. Mithilfe von speziellen Kalendern werden Gärten angelegt, in denen die Bienen zu jeder Jahres- und Tageszeit ausreichend Nahrung finden. Zusätzlich bietet der Projektpartner Workshops an, in denen die Imker und Imkerinnen lernen, ihre Bienenprodukte zu vermarkten. So können sie ein zusätzliches Einkommen für ihre Familien erwirtschaften.

Vielfalt statt Monokultur

Die Biene ist nicht nur fleißig, sie sorgt in Laos auch für einen besseren Umweltschutz. Denn dort, wo Großplantagen und Pestizide im Einsatz sind, überleben die Bienen nicht. Wird artenreich und natürlich angepflanzt, geht es auch den Bienen gut. Was nicht gut für die Biene ist, das kann auch für den Menschen nicht gesund sein. Diese Erkenntnis wird in Workshops und Seminaren vertieft. Die Landwirte diskutieren die Auswirkungen verschiedener Pflanzenschutzmittel, sie sammeln Wissen zu traditioneller Ernährung und überlegen, wie sie gemeinsam Ressourcen schützen können. Viele Menschen in der Region haben bereits ihre Landwirtschaft umgestellt, sie bauen vielfältig und angepasst an die lokalen Gegebenheiten an.

So hilft deine Spende

Päckchen mit Baum

Mit einmalig 3 Euro kann ein Obstbaum gesetzt werden, der den Bienen Nahrung bietet und die Familien mit gesundem Obst versorgt.

Männchen / Arbeit

Mit 2 Euro im Monat kann für eine Imkergruppe pro Jahr ein neuer Bienenschleier angeschafft werden.

Päckchen mit Baum

Mit 2 Euro pro Woche kann in einem Jahr 1 Hektar Wald wieder aufgeforstet werden.

Über das Projektland

LAOS

Die Volksrepublik Laos ist eines der ärmsten Länder Südostasiens und leider auch eines der Schlusslichter im Index der menschlichen Entwicklung (HDI). Fast ein Viertel der 6,8 Millionen Einwohner lebt unterhalb der Armutsgrenze. Etwa 61 Prozent der Laoten leben in ländlichen Gebieten, und der Hauptwirtschaftsfaktor des Landes ist die Landwirtschaft. Besonders im Norden des Landes können sich viele Menschen davon nicht ausreichend ernähren.
Das Bildungsniveau in der Bevölkerung ist äußerst niedrig. So haben rund 40 % der Einwohner noch nie eine Schule besucht, in den nördlichen Gebieten des Landes sind es sogar 60 %.