Die Bienen sorgen für uns

MIT BIENEN GEGEN DEN HUNGER IN LAOS

Sie sind arm und haben nicht genug zu essen, die Menschen im Nordwesten des Landes Laos.

Die normale Landwirtschaft reicht nicht mehr aus, sie zu ernähren – es fehlt an hochwertigen Nahrungsmitteln. In unserem Projekt lernen die Bauern nachhaltige Wirtschaftsformen kennen: Die Lösung für die Menschen hier ist die Bienenhaltung. Zusammen mit AESBO (Assoziation für Ausweitung und Erhaltung natürlicher Bienenhaltung) werden 400 Bienenhalter und deren Familien aktiv in Bienenhaltung ausgebildet. Die gemeinschaftliche Imkerei ist nicht nur eine weitere Einnahmequelle. Die Ernte auf den Feldern ist dank der Bienen und einer vielfältigen Fruchtfolge um 40% gestiegen. Dadurch konnte der Hunger in den Familien wirkungsvoll bekämpft werden. Kinder können gesund ernährt werden. 
Das Wissen wird an die nächste Generation weitergeben. So lernen bereits Jugendliche wie wertvoll die Bienen sind.

Die Lösung für die Menschen in Laos ist die Bienenhaltung. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Die Bauern in Laos lernen die Imkerei von Anfang an kennen. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Bienen reagieren sensibel auf Pestizide, daher verstehen die Imker die Probleme intensiver Landwirtschaft und lernen, die Natur zu schützen. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Die Imker-Familien werden im Bau von Bienenstöcken und dem Aufbau von Honiggärten geschult. Sie lernen Gemüsegärten anzulegen, damit die Bienen besser versorgt sind. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Die Bienen helfen bei der Bestäubung von Obstbäumen, Kardamom und Lichtes und sorgen so für bessere Erträge. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Die Biene ist hauptverantwortlich für eine gute Ernte und für Artenvielfalt. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Mehr Pflanzen – mehr Sauerstoff – besseres Klima! Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Bienenhaltung kann langfristig die Ernährung und das Einkommen von Kleinbauern als nachhaltige Landwirtschaftsform sichern. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Fairer Honig ist nicht mit Pestiziden belastet. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Die Bauern in Laos haben ein zweites Standbein erhalten, das ihnen Einkünfte und Nahrung liefert. Kinder werden nicht mehr als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft benötigt und können die Schule besuchen. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Die Biene bestäubt 80 % der Wild- und Nutzpflanzen . Dadurch steigt die Artenvielfalt (Pflanzen, Insekten, Kleinlebewesen). Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Laos ist eins der ärmsten Länder Südostasiens. 80 % der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Fair gehandelter Honig unterstützt Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in vielen Ländern, verbessert ihre Lebensbedingungen und sichert ihre Ausbildung. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp
Viele Kinder in Laos sind mangel- und unterernährt, weil es an fett- und eiweißhaltigen Lebensmitteln fehlt. Die Bienenhaltung ist hier eine gute Lösung, um die Situation der Kinder zu verbessern. Foto: © MISEREOR/Hermann Rupp

DER EINFLUSS VON BIENEN AUF UNSERE TÄGLICHE ERNÄHRUNG

Bienen und andere Insekten übernehmen durch die Bestäubung von Pflanzen eine grundlegende Aufgabe für die Ernährung des Menschen. Weltweit hängt ein großer Teil der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion von der Bienenbestäubung ab; in Deutschland sind es 85 % der landwirtschaftlichen Erträge. Insbesondere im Obst-und Gemüsebereich sind wir auf die Biene angewiesen. Nutzpflanzen gedeihen deutlich besser und Erträge sind höher, wenn Bienen aktiv sind. Kakao und Kiwis werden fast zu 100% und Äpfel, Birnen, Kirschen, Gurken oder Heidelbeeren zu 50% von Bienen und Co. bestäubt. Diese Leistung entspricht laut dem Weltbiodiversitätsrat einem globalen jährlichen Marktwert von bis zu 500 Milliarden Euro. Der Rückgang der Bienenpopulationen auf der ganzen Welt ist ein ernstzunehmendes Problem. Würden die Honigbienen als Bestäuber ausfallen, müssten wir auf ein Drittel unser Lebensmittel verzichten.

Albert Einstein, 1949

WARUM DIE WELT OHNE BIENEN EIN BEFREMDLICHER ORT WÄRE

Wildbienen haben eine wichtige Funktion in der Nahrungskette und für die gesamte Biodiversität: Durch die Bestäubung wachsen aus Blüten Früchte, Beeren, Samen und Nüsse. Diese sind Nahrungsmittel von Pflanzenfressern , die wiederum von fleischfressenden Tieren am anderen Ende der Nahrungskette gefressen werden.
Biodiversität bedeutet biologische Vielfalt und beinhaltet die Vielfalt der Gene, der Arten und der Lebensräume. Die Bienen sind essentiell für die Erhaltung der Biodiversität. Nicht jede Bienenart kann jede Blüte nutzen und bestäuben. Damit alle Pflanzenarten bestäubt werden, braucht man verschiedene Wildbienenarten. Die Vielfalt der Wildbienen mit den verschiedenen Vorlieben in unterschiedlichen Lebensräumen ist deshalb extrem wichtig.
Von den über 550 bei uns beheimateten Wildbienenarten ist mittlerweile fast die Hälfte gefährdet. Die wichtigsten Ursachen für das Bienensterben sind Umweltchemikalien, wie Pestizide, die in der intensiven Landwirtschaft genutzt werden, sowie der Verlust von Lebensräumen durch Städteausbau. Das Fehlen von blütenreichen Landschaften und der Einsatz von Monokulturen führen zu Nahrungsengpässen für die Bienen.

Albert Einstein, 1949

FAIRER HONIG FÜR DIE ENTWICKLUNG ANDERER LÄNDER UND FÜR UNSERE GESUNDHEIT

Fast 1 kg Honig essen die Deutschen pro Person und Jahr. Nur 20 % unseres Bedarfs kann wegen klimatischer Bedingungen mit deutschem Honig gedeckt werden, der Rest kommt über Importe aus Entwicklungsländern. Nur ein Bruchteil des Preises, den wir im Laden für Honig bezahlen, kommt bei den Imkern bzw. Bauern an.
Wie können wir Verbraucher uns verhalten?
Indem wir fair gehandelten Honig bevorzugen, können wir sicher sein, dass die Imker gerecht entlohnt werden und der Gewinn in lokale Infrastrukturen und Projekte investiert wird.
Fairer Honig wird von kleinbäuerlichen Produzenten in Asien, Afrika und Lateinamerika als Zusatzerwerb erzeugt und über genossenschaftliche Organisationen vermarktet. Für die Bauern, die vielfach nur wenige Produkte anbauen, ist die Imkerei eine wichtige zusätzliche Einkommensquelle und bietet ihnen ein Stück mehr Sicherheit und Unabhängigkeit.

So hilft deine Spende

Spendenprojekt Argentinien Icon

2 Euro helfen bei dem Bau von Bienenstöcken und dem Aufbau von Honiggärten durch Imker-Familien.

Radio aus dem Projekt in Argentinien

2 Euro helfen den Bauern in Laos ein zweites Standbein zu erhalten, das Ihnen Einkünfte und Nahrung liefert und ihre Natur nachhaltig schützt!

Männchen / Arbeit

Mit deiner Spende werden Imker/innen geschult und Kinder werden nicht mehr als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft benötigt. Sie können zur Schule gehen.

Über das Projektland

LAOS

Die Volksrepublik Laos ist eines der ärmsten Länder Südostasiens und leider auch eines der Schlusslichter im Index der menschlichen Entwicklung (HDI). Fast ein Viertel der 6,8 Millionen Einwohner lebt unterhalb der Armutsgrenze. Etwa 61 Prozent der Laoten leben in ländlichen Gebieten, und der Hauptwirtschaftsfaktor des Landes ist die Landwirtschaft. Besonders im Norden des Landes können sich viele Menschen davon nicht ausreichend ernähren.
Das Bildungsniveau in der Bevölkerung ist äußerst niedrig. So haben rund 40 % der Einwohner noch nie eine Schule besucht, in den nördlichen Gebieten des Landes sind es sogar 60 %.