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27.10.2011 09:35 Alter: 204 days
Kategorie: Ruanda, Portraits
Von: Petra

Wer ist Ruanda-Korrespondent Sigurd Rothe?

Sigurd Rothe, Freizeit-Filmer und Freiwilliger, Allgäuer und Abenteurer - und 2-Euro-Korrespondent für Ruanda. Ein Portrait.



"Ich war natürlich überaus glücklich, als es geklappt hat", sagt Sigurd Rothe über seinen Platz als MISEREOR-Freiwilliger bei Vision Jeunesse Nouvelle. In Gisenyi, im Westen Ruandas, wird er die nächsten Monate in einem Jugendzentrum der Organisation arbeiten.

Sigurd kommt "aus dem wunderschönen Allgäu, ganz im Süden von Deutschland", wie er selbst sagt. Dort unternimmt der 19-Jährige kleinere und größere Flussfahrten mit Schlauchboot oder Kajak, spielt Fußball und Klavier. "Wenn ich mal richtig viel Zeit habe, also zum Beispiel in den Ferien, produziere ich zusammen mit einigen Freunden Kurzfilme", erzählt er. Die ein oder andere Produktion hat es auch schon geschafft beim lokalen Filmwettbewerb ein paar Preise abzuräumen.

Seine Reiselust zog Sigurd nach dem Abitur ins Ausland. "Für mich stand von Anfang an fest, dass ich gern nach Afrika gehen würde", erzählt er. Die drei wichtigsten Gründe dafür: "Ich war noch nie in einem Entwicklungsland, finde es aber total wichtig, auch mal 'die andere Seite' der Welt kennenzulernen. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass die Monate in Gisenyi mir wichtige Denkanstöße über verschiedene Themen wie etwa Reichtum und Armut und Gerechtigkeit aber auch Entwicklungspolitik geben können und werden. "Und zu guter Letzt", zählt er auf, "wollte ich nach der Schule, wenn ich noch jung bin und mir alle Möglichkeiten offenstehen, ein Jahr dazu nutzen auch einen Dienst an anderen zu tun.“

Seit August arbeitet Sigurd nun bei Vision Jeunesse Nouvelle. An Plänen für die Zeit danach arbeitet er schon, nicht aber ohne hinzuzufügen: "Ich glaube, dass die Eindrücke und Erfahrungen dieses Jahres auf jeden Fall einen bedeutenden Einfluss auf das Danach haben werden“.  Wie es nach dem Jahr in Afrika genau weitergeht, muss also noch abgewartet  werden. Erstmal genießt Sigurd den Kivusee direkt vor der Haustür. "Die Mückenplage hatte ich mir viel schlimmer vorgestellt, alles in allem lässt es sich hier also super leben."


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